Perfektes Festivalwochenende

Die Planung

– Einen Planungsmenschen hat jeder im Camp –

Wie so vieles im Leben, fängt auch ein perfektes Festivalwochenende mit guter Planung an. Wir alle wollen doch auch am dritten Tag noch unser kühles Dosenbier aus dem Planschbecken ziehen, nicht wahr? Herrlich, wenn es Jemanden im Freundeskreis gibt, die/der sich die komplette Organisation auf die Fahnen schreibt. Neben den Klassikern wie Pavillon und Grill hat diese Person meistens auch ein Auge für die kleinen, aber dennoch wichtigen Mitbringsel:

Dosenöffner, Feuerzeug, Kopfschmerztabletten oder auch einen Ball fürs Flunky Ball Match.

Jeder von uns kennt eine solche Person. Und wir alle lieben diese Person, zumindest für den Moment des Festivals! Stimmt’s?

– Auf die Details im Camp kommt es an –

Neben den grundsätzlichen Dingen auf der Packliste, benötigt ein gutes Festival aber auch immer ein paar besondere Extras. Dafür sind meistens die absolut Bekloppten im Camp verantwortlich. Ist doch klar, dass am zweiten Tag der Vortagesvollste mit einem Kostüm rumlaufen muss! Und eine LED Sonnenbrille mit Leuchteffekten braucht auch jeder… zumindest ab einem gewissen Pegel.

Wer weit vorne dabei ist, besorgt sogar noch Teamshirts für das ganze Camp – im besten Fall natürlich shirtivals für alle Beteiligten. Meistens sind genau diejenigen unter uns dann auch die spontanen Erfinder auf dem Festival. Kennt doch jeder, wenn im Laufe eines Festivaltages neue Outfits, Musikinstrumente oder Trinkspiel gezaubert werden, oder? Das kann man halt nicht planen.

Ihr findet, dass es beides braucht. Jedes Camp sollte natürlich gut vorbereitet ins Festivalwochenende starten. Ein bisschen Spontanität und betrunkene Vorschläge gehören aber auch mehr als dazu.

 

Die Hinfahrt

– Wenn die Vorfreude nicht auszuhalten ist –

Die Hinfahrt zum Festival ist in vielerlei Hinsicht nicht zu übertreffen. Der Gipfel der Vorfreude. Die Champions League in Sachen Übermotivation. Jeder ist einfach bis in die Haarspitzen motiviert. Seit Wochen dreht sich jedes Gespräch um dieses eine Wochenende. „Dieses Jahr hauen wir noch krasser auf die Kacke!“ Das kennt ihr doch nur zu gut, oder?

Meistens trifft man sich schon früh morgens, wenn nicht sogar mitten in der Nacht, um zum Festival aufzubrechen. Gefühlt der einzige Tag im Jahr, an dem der Wecker liebend gerne vor 6 Uhr klingeln darf. Direkt der erste Gedanke am Morgen gebührt dem Dosenbier, auf das man sich schon so freut.

Am Treffpunkt angekommen, rennen einem die besten Freunde schon lachend in die Arme. Wie geil, dass es endlich losgeht! Noch bevor die Tasche ins Auto eingeladen ist, zischt schon die erste Dose. Kein Bier vor 4 ist erlaubt, da es kurz nach 4 in der Nacht ist.

– Die Rollen im Auto sind klar verteilt –

Wie jedes Jahr haben einige den undankbaren Fahrerjob zugetragen bekommen. Kaum auszumalen, wenn einem das selbst mal passieren würde. Am Ende findet sich doch immer Jemand. So können wir uns wieder voll auf die Drinks fokussieren. Ganz zu schweigen von der guten Laune, die wir ja im Auto verbreiten müssen.

Bereits nach wenigen Kilometern wird der erste Halt angesteuert. Nicht etwa, weil der Tank aufgefüllt werden muss. Eher weil die ersten Tanks bereits entleert werden müssen. Bei der Gelegenheit – und mit dem neu gewonnenen Platz im Magen – kann auch gleich die erste Runde Flunky Ball eröffnet werden. Zwischen Rentnern, die sich bei einem Ei-Brötchen auf ihren Urlaub in den Bergen freuen, spielt es sich doch sowieso am besten! Völlig motiviert ziehen alle das erste Bier in wenigen Zügen weg. Es kann also weitergehen in Richtung Festival.

Die Verantwortlichkeiten im Auto sind natürlich auch eindeutig verteilt! Vorne sitzt neben dem Fahrer selbstverständlich der DJ und Snack-Verantwortliche. Zu den Snacks gehören in diesem Fall vor allem die Kaltgetränke. Über feste Nahrung wagt zu diesem Zeitpunkt noch keiner nachzudenken.

Als DJ ist es logischerweise Pflicht, einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage zu bereiten. Dafür wurden die letzten Wochen vor Festivalbeginn genutzt, um eine entsprechende Playlist anzulegen. Jeder Song ein absolutes Brett! Man hat es schon bildlich vor Augen, wie dazu abgefeiert wird.

– Wer sitzt da eigentlich noch hinter uns? –

Hinten im Auto ist die Rollenverteilung auch klar. Hinter dem Fahrer sitzt der/die Social Media Beauftragte. Wenige Kilometer nach dem ersten Rastplatz hat er/sie schon eine perfekte Instagram Story über unser erstes Flunky Ball Spiel abgefeuert. Darüber hinaus informiert er/sie uns quasi minütlich, welche Acts gerade etwas zum anstehenden Festival gepostet haben. Logisch, dass er/sie auch die ganze Zeit am Ladekabel hängt und sich über das Auto ein paar Prozente für den Rest des Tages sichert. Bloß dabei nicht die wichtigeren Prozente aus der Dose vergessen!

In der Mitte sitzt ganz klassisch der Sprücheklopfer. Da die Musik vorne voll aufgedreht ist, muss er auch dort sitzen, um alle im Auto mit seinen Sprüchen zu erreichen. Sein großer Vorteil ist die absolute Motivation seiner Mitfahrer. Das sorgt für extrem positives Feedback auf seine krassen Flachwitze.

Rechts hinten dann noch das Sorgenkind des Autos. Erst keinen Empfang, um Mutti anzurufen und zu bestätigen, dass wirklich alles gut ist. Und dann auch noch der Erste, der die Rastplatztoilette anpeilt. Ob das am Wochenende gut gehen kann, wissen alle im Auto noch nicht.

 

Die Ankunft

– Auf Festivals ankommen ist wie nachhause kommen –

Nach ein paar Stunden ist es dann endlich soweit – das Festivalgelände ist in Sicht. Die Autokolonne wird langsamer, man versucht die befreundeten Autos in Reichweite zu behalten. Mit vermindertem Tempo fällt es auch leichter, die ersten fremden Besucher kennenzulernen. Genau wie wir, haben auch alle anderen schon gefühlte 3,0 im Turm. Für die Uhrzeit auf jeden Fall nicht übel.

Als die Autos dann ins Stocken geraten, nutzen wir die Pause, um die Unmengen Bier in die Natur zurückzuführen. Die Mädels der Runde lassen wortwörtlich alle Hüllen fallen. Von Sichtschutz kann hier keine große Rede mehr sein. Stört halt auch keinen, weil jeder doppelt sieht.

Die Kontrolle am Eingangsbereich ist schnell überstanden. Jetzt geht es an die Einweisung zum Stellplatz. Wie jedes Jahr ein spannendes Thema. Natürlich bleibt uns auch in diesem Jahr nicht ausreichend Platz, um uns komplett zu entfalten. Daher müssen wir mit zur Verfügung gestellten Quadratmetern vorliebnehmen und das Beste draus machen.

– Mit Pegel das Camp einrichten –

Schnell wird der Unterschied des geistigen Zustands zwischen Fahrern und Mitfahrern deutlich. Während unsere Fahrer die Lage überblicken, mit Ordnern diskutieren und vorschriftsmäßig das Zelt aufbauen, liegen die Mitfahrer schon anderen Besuchern in den Armen oder suchen das Dixi auf. Hier zeigt sich dann gleich zu Beginn, wer aus echtem Festivalholz geschnitzt ist. Ein geübter Besucher kennt diesen Zustand natürlich und weiß genau: Wenn ich jetzt mein Zelt nicht aufbaue, habe ich die Hoffnung bereits verloren. Wer es jetzt nicht schafft, wird dieses Wochenende nicht mehr bequem schlafen. Daher motivieren wir nochmal alle und schlagen die Heringe mehr oder wenige gerade in den Boden. Das sollte für die erste Nacht in jedem Fall ausreichen.

Gleich als nächstes wird natürlich der Pavillon, der Campingtisch und vor allem die Anlage aufgebaut. Hier stellt sich gleich raus, ob wir die umliegenden Camps übertönen können, oder ob andere noch lauter aufgestellt sind. Zum ersten Soundcheck kommen dann gleich schon die Nachbarn und laden uns auf eine Runde Beer Pong ein. Das nehmen wir selbstverständlich direkt an. Schnell wird der Beer Pong Tisch von BeerBaller aufgebaut. Das erste Match geht klar an uns! Das wird unser Wochenende.

– Die Camping Party vor offizieller Festivaleröffnung –

Während des Spiels laden uns die Nachbarn auch gleich auf die Camping Party in ihrer Ecke ein. Ein gefühlt riesiges Zelt, in dem alle sich auf die kommenden Festivaltage einstimmen. Gefühlt ist die Stimmung schon mindestens genauso geil, wie die Tage danach.

So verbringen wir also unseren ersten Festivalabend bei weiteren kühlen Drinks und vielen neuen Freunden. Wie wir am nächsten Morgen erwachen und in die richtigen Festivaltage starten, seht ihr im nächsten Blogartikel.

 

– Der nächste Festivalblog –

Wie das genau abläuft, entscheidet ihr natürlich wieder in unserer Instagram Story.

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